Wie baue ich einen Cafe Racer (10 Umbau Tipps)

Wie baue ich einen Cafe Racer | Auf was muss ich bei einem Cafe Racer Umbau achten? – Die 10 wichtigsten Änderungen sind:

  1. Das Gewicht reduzieren
  2. Mehr Leistung
  3. Verbessertes Handling
  4. Stummel-Lenker
  5. Versetzte Fußraster
  6. Linienführung
  7. Reifen
  8. Elektrik
  9. Auspuff
  10. Abspecken

Du planst dein eigenen Cafe Racer zu bauen? Dann bist du bei hier richtig! Wir haben dir eine Liste mit den 10 wichtigsten Änderungen zusammengestellt um deinen Traum zu erfüllen.

Egal ob du nur die Optik oder auch etwas an der Leistung ändern möchtest, wir zeigen es dir. Du hast bereits dich richtige Basis? Noch auf der Suche, dann schau dir unseren Top 10 Fehler beim der Wahl des Basis Motorrads.

Wie baue ich ein Serienmotorrad zu einer Maschine um, die den Namen Cafe Racer trägt? Mit den folgenden 10 Hauptänderungen wird dein Projekt zum Kinderspiel.

1) Das Gewicht deines Cafe Racer reduzieren

Weniger Gewicht bedeutet gleichzeitig mehr Leistung, denn je leichter dein Motorrad ist, um so besser ist dein Ps / Kg Verhältnis. In den 50iger Jahren war die Reduzierung vom Eigengewicht der Schlüssel um die magischen 100 km/h zu brechen.

Es ist leichter 20 Kilogramm an Eigengewicht bei deinem Motorrad einzusparen als 20 PS mehr Leistung zu produzieren. Solltest du nicht deinen kompletten Motor umbauen wollen, wirst du ziemlich bald das Limit deines Motorrades erreichen. Aber das Gewicht kann in verschiedenen Punkten gespart werden.

Wo du am besten Gewicht bei deinem Motorrad sparen kannst:

  • Batterie – Der Tausch deiner Blei-Batterie auf eine Lithium-Ionen Batterie ist Pflicht! Keine andere Änderung beeinflusst den Umbau mehr als eine neue Batterie. Also Frage dich zuerst: Hast du bereits eine Lithium Ionen Batterie verbaut? Oder noch eine Blei-Batterie?
Lithium Ion Batterie Motorrad
  • Unnötige Verkleidung entfernen

  • Rahmen verkleinern / Heck kürzen
  • Unnötige Technik entfernen – Teilweise findet man verbaute Radio ähnliches.  Manche ändern sogar jede einzelne Schraube auf Spezialschrauben aus Carbon, Aluminium oder dergleichen um in der Somme ein paar hundert Gramm zu sparen.
  • Leichtgewicht Felgen – Schau dich nach den leichtesten Felgen um, die in dein Budget passen.
  • Auf viele Anbau Teile kann/sollte man zwar nicht verzichten, jedoch kannst du Sie auf leichtere Materialien umbauen. Kettenschutz aus Carbon oder Aluminium, Kotflügel..
  • Entferne den Luftfilters Kastens und rüste auf offene Luftfilter auf
  • Tausche die originale Auspuffanlage auf eine Aftermarket aus, es gibt unzählige kleinere sowie leichtere auf dem Markt. Abgesehen vom Gewicht, verschafft dir eine neuer Auspuff einen Hammer Sound und eine neue Optik.

Willkürlich sollten keine Teile entfernt werden, es klingt zwar Anfangs gut und einfach komplett auf die Kotflügel zu verzichten, spätestens bei der nächsten Wolke wirst du es bereuen und dein Motorrad dankt es dir auch.

Du hast sicherlich bereits einen Grundriss im Kopf, gehört da ein Umbau einer Sitzbank dazu? Gute Idee! Den eine neue Sitzbank, Cafe Racer Stlye low profile, haben eindeutig weniger Gewicht. Bequemlichkeit ist hier Zweitrangige!

Go Big or Go Home: Du verpasst deinem Cafe Racer den ultimativen Retro Look? Dann entfernt doch gleich den Anlasser samt Starter und Batterie und mach einen Kickstarter Bike draus.  

2) Mehr Leistung aus deinem Motorrad holen

Wer möchte nicht die Beschleunigung seines Motorrads erhöhen? Gegen ein wenig PS mehr hat doch niemand etwas! Eines ist ganz klar, sorgen um die 100km/h wie in den 50iger Jahren brauchen wir uns nicht mehr machen.

Solltest du einen kompletten Motorumbau vor dir haben, Hut ab und viel Spaß! Du erzielst damit definitiv das Best mögliche Ergebnis. Aber auch das Kostspieligste und aufwendigste. Du kannst aber genauso nur diverse Anbauteile verändern. Mehr dazu etwas weiter unten.

Es sollten immer alle Komponenten aufeinander abgespielt werden, also ist es wichtig nicht nur den Motor zu überholen und tunen, du solltest auch z.B. dein Getriebe nicht aus den Augen verlieren. Die Vergaser sind auch ein wichtiger Punkt.
Schauen wir uns preiswerte, aber nicht minderwertigere Möglichkeiten an! Nicht nur wir benötigen Sauerstoff, auch unsere Motoren.

Gefolgt von der Ausatmung = Auspuff. Indem wir den Verlauf der Abgase beeinflussen, können wir mehr Leistung aus unseren Motoren holen. Dies muss aber nicht gleich Lauter bedeuten. Das beste Ergebnis erreich wir bei einem Tausch der kompletten Anlage, aber bereits die Änderung des Endschalldämpfers kann die Leistung um ein paar PS erhöhen. Außerdem verringern wir hierdurch weiter das Eigengewicht.

Mehr Sauerstoff bedeutet auch, dass wir Anpassungen an unseren Vergasern vornehmen müssen. Abhängig von den Veränderungen muss entweder einfach das Mischverhältnis verstellt werden oder neue Düsen verbaut werden.

Moderne Basis? Vielleicht wir ein neues Mapping benötigt. Hier ist professionelle Hilfe sehr viel Wert, denn hierbei kann vieles Zerstört werden.

Achtung hier kommt die Spaßbremse! Achte auch auf deine Bremsanlage, wie modern ist sie? Kommt sie mit der neuen Leistung zurecht? Es ist wenigsten genauso wichtig schnell stehenzubleiben wie zu beschleunigen. Immerhin hängt unser Leben daran.

Also ziehe in Betracht deine Bremskolbenanzahl zu erhöhen bzw. größere Bremsanlagen zu verbauen. Dies empfiehlt sich prinzipiell immer, wenn es sich um ältere Technik handelt auch ohne Leistungstuning.

3) Verbessertes Handling

Wenn wir uns die Ursprünglichen Cafe Racer umbauten von 1950 anschauen, stand das Aussehen an zweiter Stelle.

Ein neues Fahrwerk. Besseres Handling wird sofort mit den Stoßdämpfern verbunden. Es hat sich über die Jahre sehr viel punkto Technik bei den Stoßdämpfer getan.

Ich konnte mit bereits kleineren Investitionen von ~250 Euro neue Federbeine erwerben und große Verbesserungen bewirken. Bei mehr Budget schau dir Modelle von Ohlins, WP oder Wilbers (Verbaut in meiner BMW) an.

Die Federgabel nicht vergessen. Hier können wir mit verschiedenen Ölviskosität und mit neuen Federn im Inneren Verbesserungen erreichen. Alternative können auch die Gabeln als Ganzes getauscht werden.

Neue Felgen. Richtig die Felgen beeinflussen das Fahrverhalten der Motorräder. Mit leichteren Felgen kann das Handling am meisten beeinflusst werden. Die Felgen stellen die Wohl spürbarste Veränderung dar.

4) Stummel-Lenker oder „auf den Kopf“ gestellte Handlebars

Auf einem Cafe Racer sitz man nicht, man liegt! Der markanteste Punkt an einem Cafe Racer ist der niedrige Lenker. Stummellenker werden sehr gerne verbaut, bekannt bei den Supersportbikes. Die Lenker können ohne viel Aufwand verändert werden.

Es muss nur auf den Lenkerdurchmesser geachtet werden, ansonsten passen eventuell die Amateuren bzw. die Lenkeraufnahmen nicht.

Stummellenker werden meist an den Gabelfedern montiert, hier ist darauf zu achten den richtigen Durchmesser heranzuziehen.
Wir tauschen Bequemlichkeit mit Style und Geschwindigkeit.

5) Versetzte Fußraster, wir möchten liegen auf unseren Cafe Racer

Vorne Spielt die Musik!
Unsere Position ist nun bereits ein Stück nach vorne „verlegt“ und nun versetzten wir die Fußraster ein Stück nachintern. Durch die Versetzung der Fußrasten liegen wir noch aggressiver und aerodynamischer auf den Bikes.

Der Umbau ist nicht ganz so einfach wie neue Lenker.
Für gängigere Bikes findet Plug-and-Play Produkte. Solltet Ihr keine fertigen Fußraster finden schaut euch nach Universalen Produkten um.

Hier solltet Ihr eventuell Hilfe von einer professionellen Werkstatt in Anspruch nehmen. Wir wollen ja nicht Plötzlich einen Fußraster verlieren!

6) Wie euer Cafe Racer dasteht – Wichtige Linienführungen

Die perfekte Linie bei einem Cafe Racer
Jedes Bike hat seine ganz persönliche Linie, welche bei einem Umbau verändert werden, bewusst oder unbewusst. Den mit einer neuer Sitzbank wird das Eck kürzer, neue Gabeln und schon steht euer Motorrad anders da.
In der Regel kann man folgende markanten Punkte bei einem Cafe Racer im Hinterkopf behalten:
Idealerweise Beginnt euer Bike mit der Achs am Vorderrad und endet mit der Achse des Hinterrads. Die sogenannten Cut Off Points.
Klar, ein Tuning am Motor wird kaum einer sehen, verkürzt man aber das Heck und verbaut eine andere Sitzbank sieht das Ganze gleich anders aus. Mach dir also im Vorfeld Gedanken, Fotografier dein Bike von der Seite und zieh einfache Linien.

Achte dabei darauf, wo dein Bike Beginnt und Endet. Ziehe nun jeweils von der Mitte der Reifen horizontal eine Linie nach oben, alle Teile die darüber hinausstehen müssen gekürzt werden.
Ein Cafe Racer ist ein Motorrad welches Optisch abgemagert aussieht, man könnte meinen es besteht nur aus einem Motor.

Das Magische Dreieck eines Cafe Racer

Du wirst sehr viele Motorräder sehen die so gut wie nichts unter der Sitzbank verbaut haben. Man versucht das Bike „Transparent“ zu machen. Der Tank und der Motor sind zwei Punkte die deine Aufmerksamkeit anziehen sollen, als würden sie frei stehen.
Durch die Umrüstung von einer Luftfilterbox auf offene Luftfilter wird ein großes Teil geöffnet. Jetzt hast du bereits Optisch viele Kilos von deinem Motorrad entfernt.
Die Position der Lichtmaske an den Tank anpassen
Deine Lichtmaske gehört etwas nach unten verlegt um einer Linie mit dem Tank und der Sitzbank zu sein.
Schon, das Ganze klingt für dich aber unbequem? Richtig! Ist es auch, ein Cafe Racer kann, und darf ( 😉 ) weh tun.

7) Die richtige Wahl des Gummis

Welchen „Look“ möchtest du mit deinem Bike erzielen? Soll dein Motorrad aggressive und grob dastehen? Dann sind Stollenreifen die Ideale Wahl. Sie liegen nicht so gut auf der Straße wie Slicks, geben dem Bike aber einen groben Look.
Soll dein Bike schnell aussehen? Klassische Rennreifen erledigen den Job! Perfekte Fahreigenschaften, kleben förmlich auf der Straße und lassen dein Bike schnell aussehen.
Back to the Roots Reifen. Einen Bandreifen, dicker Gummi, breiter Flacher Reifen.

Wie die Firestone Deluxe geben deinem Bike den absoluten Klassiker Look.
Die Reifen spielen eine wichtige Rolle den wir entfernen so viele Anbauteile wie möglich, wodurch die Reifen, Tank, Sitz die ganze Aufmerksamkeit anziehen und zusammen mit dem Lenker den Look deines Motorrad angeben. Achte darauf, dass deine Reifen gewuchtet sind.

Cafe Racer Stollenreifen

8) Die Elektrik auf den neuesten Stand bringen

Nicht nur erhöhen wir unsere Sicherheit auf der Straße, gleichzeitig verkleinern wir weiter Anbauteile. Dank moderner Technik können wir große glumbige Glühbirne mit winzigen LEDs ersetzen. Sie können ganz einfach im Rahmen versteckt werden und offen Montiert werden. Dank Ihrer Kleinigkeit fallen Sie kaum auf und leuchten auch nicht stärker als herkömmliche Glühbirnen.

9) Ein neuer Auspuff fürs Motorrad

Der gute alte Auspuff! Eine der wichtigsten Entscheidungen. Ich habe lange für mein Bike nach einem Auspuff gesucht und verschiedene gekauft. Persönlich tat ich mir extrem Schwer einen zu finden der mir, bzw. in meinen Augen zu meinem Motorrad passt.

Aktuell bin ich beim SC Project gelandet und bin sehr zufrieden. Mehr dazu findest du HIER.
Man sagt mit einem neuen Moderneren Auspuff kann man die Leistung im Einstelligen PS-Bereich erhöhen. Hier spielt die Abstimmung mit den Vergasern eine Wichtige rolle um ein Optimales Ergebnis zu erzielen.
Schwer aber Wichtig, achte auf die DB.. Denn nichts kann deine Freude an einer Ausfahrt mehr trüben als zurück auf den Prüfstand zu müssen.

Cafe Racer Auspuff SC Project Walzwerk

10) Entferne überflüssige Elektrik an deinem Cafe Racer

Wir wissen nun welche Elektrik wir beibehalten müssen und welche wir entfernen können. Fehlt der E-Starter weg? …
Es gibt mittlerweile viele vereinfachte Kabelbäume von verschiedenen Firmen

Es zahlt sich in der Regel immer aus, gleich den kompletten Kabelbaum zu entfernen, als bei einem alten Bestehenden eine Fehlerquelle zu evaluieren. Vertrau mir, ich spreche aus Erfahrung.

Außerdem summiert sich auch hier das Eigengewicht und mit der Zeit können Kabelbrüche oder der gleichen Auftreten und am Ende des Tages möchtgen wir nicht wegen einem defekten Kabel auf der Straße liegenbleiben.


Wie wuchte ich meine Motorradreifen

Motorradreifen selber wuchten und sicher fahren

Ja man kann seine Motorradreifen selber wuchten. Ich habe dir eine Schritt für Schritt Anleitung zusammengefasst.

Über Sinn und Unsinn vom Motorradreifen wuchten streiten sich die Geister. Eine leichte Unwucht hat bei einem Motorrad bei Weitem nicht die Auswirkungen, wie sie beim Auto zu spüren wäre.

Vor allem bei gemütlichem Cruisen über Landstraßen kommt es nicht auf die Gramm genaue Auswuchtung an.

Bei hart heran genommen Enduros macht ein penibles Auswuchten am wenigsten Sinn.

Ganz anders schaut es aber bei leistungsstarken Maschinen aus, die häufig im Grenzbereich gefahren werden.

Wie wuchte ich meine Motorradreifen

Bei 240 km/h sollte die ganze Maschine wie ein Uhrwerk laufen und an keiner Stelle zu zittern beginnen.

Bei dieser Anwendung besteht in der Regel kein Zweifel darüber, ob das Motorradreifen wuchten sinnvoll ist oder nicht. Bei echten Motorrad – Enthusiasten, die gerne selber Hand anlegen, gehört das Wuchten aber in der Regel zum Saisonstart dazu.

Inhaltsangabe
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    Nutzen von gewuchteten Rädern am Motorrad

    Ein gewuchtetes Rad ist laufruhiger. Die Massenverteilung am Rad ist ausgeglichen. Ein Ausschlagen nach einer Seite oder Aufschaukeln des Rads wird durch eine gewissenhafte Wuchtung nachhaltig vermieden. Wirklich spürbar wird eine Unwucht im Reifen jedoch meist erst bei höheren Geschwindigkeiten. Beim gemütlichen Cruisen über Landstraßen wird eine leichte Unwucht in der Regel nicht bemerkt.

    Bei schüttelstarken Choppern mit V-2 Motoren oder großvolumigen “Eintopf-Enduros” bleiben Unwuchten meist völlig unbemerkt. Wenn du aber eine 150 PS starke Rennmaschine dein Eigen nennst und es genießt, im Grenzbereich der Geschwindigkeit zu fahren, dann sind penibel ausgewuchtete Reifen Gold wert. In diesem Fall raten wir dir aber dazu, die Räder professionell auswuchten zu lassen und unseren Artikel über die 5 unterschätzen Tipps nachzulesen.

    Zeitpunkt zum Motorradreifen wuchten

    Es gibt drei Zeitpunkte, bei denen du deine Motorradreifen wuchten oder wuchten lassen solltest:
    1. Zum Start der Saison nach dem Ausmotten

    2. Beim Wechsel von jedem Reifen

    3. Wenn du eine Unwucht am Rad feststellst

    Das Auswuchten zu Saisonstart ist der ideale Moment, bei dem du die Motorradreifen selber wuchten kannst. Die Vorgehensweise ist recht einfach und hilft dir dabei, deine Maschine ganz genau kennen zu lernen. Wenn deine Reifen aber fällig für den Wechsel sind, kannst du sie gleich beim Aufziehen neu auswuchten lassen. Reifen selbst zu wechseln ist eine unerhörte Plackerei und es geht meistens nie ganz ohne Beschädigungen für die Felge.

    Sollte dir eine ungewohnte Vibration während der Fahrt auffallen, kannst du erst einmal checken ob du ein Wuchtgewicht verloren hast. Die Klebespuren sind dann immer noch gut zu erkennen. Falls du Speichenfelgen an deinem Motorrad hast, solltest du auch deren Sitz und korrekte Spannung kontrollieren. Bei Druckguss-Felgen ist dieser Fehler hingegen ausgeschlossen. Eine Unwucht während der Fahrt kann auch von einem beschädigten Radlager oder einem defekten Reifen stammen. Geh systematisch auf die Fehlersuche und schließe schrittweise alle möglichen Ursachen für deine unruhige Fahrt aus. Erst danach kannst du dich wieder auf eine entspannte Weiterfahrt auf deiner Maschine freuen.

    Motorradreifen selber wuchten - Schritt für Schritt

    Beim Motorradreifen selber wuchten muss dir klar sein, dass du es niemals in der Qualität und Präzision hinbekommen wirst, wie es eine professionelle Werkstatt kann. Wenn du also nur aus Wartungsgründen deine Maschine “so gut wie möglich” auswuchten willst, dann genügt das DIY-Verfahren vollkommen. Falls du aber deine Maschine im Grenzbereich jenseits der 180 km/h über die Autobahn jagen möchtest, dann nimm bitte professionelle Hilfe in Anspruch. Bei diesen Geschwindigkeiten kommt es auf das Zehntelgramm und die millimetergenaue Platzierung der Wuchtgewichte an.

    Zum Motorradreifen selber wuchten brauchst du:

    Mit dem Motorradständer oder der Motorrad-Hebebühne sorgst du dafür, dass du bequem am Motorrad arbeiten kannst. Du kannst damit vor allem sicherstellen, dass es dir im demontierten Zustand nicht umfällt. Kleine Motorrad-Hebebühnen, die du unter dem Motorblock ansetzen kannst, gibt es ab ~75 Euro. Sie heben dein Motorrad so weit hoch, dass du gefahrlos die Räder demontieren kannst.

    Für die Demontage vom Vorder- oder Hinterrad genügt ein einfacher Werkzeugkasten. Ein Motorrad wird mit hohen Anzugsmomenten verschraubt. Nimm deshalb bitte kein billiges Werkzeug. Es ist für Arbeiten am Motorrad ungeeignet, da es dabei schnell kaputt gehen kann. Ein Marken-Werkzeugkoffer ab 80 Euro reicht aber aus. So viel solltest du für einigermaßen vernünftiges Werkzeug aber schon investieren. Ganz wichtig: Besorge dir auch einen guten Drehmomentschlüssel. Diesen brauchst du, wenn du dein Motorrad wieder zusammen bauen willst.

    Der Auswucht-Bock dient dazu, dein Vorder- oder Hinterrad spielfrei und optimal gelagert aufzuhängen. Du kommst damit der Unwucht auf die Spur und kannst das Rad auch genau nach weiteren Schäden untersuchen. Auswucht-Böcke kosten ca. 50 Euro. Das Klebeband brauchst du, um die Auswuchtgewichte probehalber anzukleben. Erst wenn Menge und Position stimmen, verwendest du die selbstklebende Fläche der Gewichte.

    Die Vorgehensweise beim Motorradreifen selber wuchten ist folgende:

    1. Maschine abstellen und aufbocken

    2. Räder abbauen

    3. Räder einspannen

    4. Unwucht finden

    5. Auswuchtgewicht anbringen

    6. Maschine wieder montieren

    1. Maschine abstellen und aufbocken
    Stell die Maschine sicher auf der Hebebühne ab und fahre sie vorsichtig hoch. Hebe sie so weit an, bis die Räder frei liegen. Montiere immer beide Räder ab, damit der Schwerpunkt der Maschine auf der Hebebühne gleich bleibt.

    2. Räder abbauen
    Achte beim Räder Abbauen darauf, dass du immer das korrekte Werkzeug verwendest. Prüfe beim Vorderrad auch gleich die Bremsbeläge der Scheibenbremse, ebenso beim Hinterrad. Prüfe beim Hinterrad auch das Ritzel. Wenn da die Kette schon ordentlich Kuhlen eingefressen hat, bestell gleich ein neues. Tausche dann ebenso die Kette aus und prüfe das Antriebsritzel. Meistens ist es
    dann auch schon gut verschlissen und reif für den Austausch. Wenn die Räder ausgebaut sind, prüfe eingehend das Profil. ist es noch gleichmäßig in ausreichender Stärke vorhanden, kannst du mit dem Motorradreifen selber wuchten fortfahren. Falls der Vorder- oder Hinterreifen aber ausgetauscht werden muss, lass ihn gleich mit wuchten. Das ist nur geringfügig teurer.

    3. Räder einspannen
    Das Rad wird in den Auswuchtbock eingespannt. Das Kettenrad oder die Bremsscheibe erneuerst du gegebenenfalls vor dem Einspannen. Beste Ergebnisse bekommst du aber immer durch Motorradreifen Auswuchten mit Bremsscheibe und Kettenrad. Dazu sind an der Querstange vom Auswuchtbock zwei verschiebbare Konusse angebracht. Die Konusse werden handfest in die Radnabe eingepresst und mit den integrierten Inbusschrauben gesichert. Die Querstange selbst ist hervorragend gelagert, so dass das Suchen nach der Unwucht entsprechend einfach ist. Wenn das Rad sicher und spielfrei eingespannt ist, entfernst du zunächst die alten Auswuchtgewichte. Verwende dazu den Kunststoffspachtel, damit du dir die Felgen nicht zerkratzt. Entferne auch gleich die Reste vom Klebstoff des alten Auswuchtgewichts. Das geht am besten mit dem Bremsen- oder Silikonreiniger.

    4. Unwucht finden
    Treibe das eingespannte Rad jetzt kräftig mit der Hand an, bis es sich schnell dreht. Stell dich parallel zum Rad hin und beobachte mit einem scharfen Blick, wie es sich dreht. Wenn du deutliche Ausschläge siehst, ist deine Felge beschädigt und du wirst auch durch Auswuchten nichts erreichen können. Dann heißt es: Komplette Felge austauschen. Sofern du Speichenfelgen hast, kannst du diese durch Nachspannen lassen wieder versuchen zu richten. Nach dem Auslaufen hat sich das Rad mit dem schwersten Punkt nach unten gedreht. Wenn du jetzt das Rad vorsichtig einige Zentimeter vor- oder zurück drehst, kannst du diese Annahme bestätigen. Das Ausgleichgewicht kommt nun exakt auf die gegenüber liegende Seite – also nach oben.

    5. Auswuchtgewicht anbringen
    Klebe nun das Auswuchtgewicht an die oberste Stelle von der Felge. Gehe dabei schrittweise vor. Beginne mit einem leichten Gewicht von fünf Gramm. Verwende zum Ankleben zunächst nur das Klebeband. Du hast damit die größtmögliche Freiheit, die exakte Menge und Position der Auswuchtgewichte auszuwählen. Bewege immer wieder vorsichtig das Rad hin- und her. Solange es sich in der ursprünglichen Position einpendelt, hast du noch zu wenige Gegengewichte angebracht.

    Wenn sich das Rad aber herum dreht und die Auswuchtgewichte jetzt der tiefste Punkt der Felge bildet, dann hast du zu viele Gegengewichte angebracht. Ideal ist es, wenn sich die Felge in einem “indifferenten” Zustand befindet. Das bedeutet, dass du das Rad drehen kannst wie du willst, es bleibt immer in der Position stehen. Wenn du diesen Punkt gefunden hast, befestige die Gewichte mit den vorgesehenen Klebeflächen. Achte darauf, dass die Klebeflächen auf der Felge fettfrei und sauber sind. So kleben die Gewichte am besten.

    6. Maschine wieder montieren
    Montiere nun die Räder wieder an dein Motorrad. Achte darauf, die Steckachsen mit dem korrekten Drehmoment zu verschrauben. Wenn du mit dem Motorradreifen montieren und wuchten fertig bist, steht der nächsten Saison nichts mehr im Wege. Viel Spaß und stets eine sichere Fahrt!

    Häufig gestellte Fragen zum Thema Motorradwuchten

    1. Motorradreifen auswuchten mit Bremsscheibe oder ohne?

     

    Die Bremsscheibe vom Vorder- oder Hinterrad trägt geringfügig zu seiner Laufruhe bei. Wenn sie krumm ist, kann sich das auf die Fahrdynamik auswirken. Du solltest deshalb beim Motorradreifen mit Bremsscheibe zunächst darauf achten, ob diese noch in Ordnung ist. Falls sie der Mindestdicke schon nahe kommt oder sogar Riefen und Rillen hat, solltest du sie vorher austauschen. Achte beim Montieren auf den festen Sitz und ziehe die neue Bremsscheibe mit dem korrekten Drehmoment an. Danach heißt es aber: Motorradreifen auswuchten MIT Bremsscheibe. Nur so bekommst du ein eindeutiges und korrektes Ergebnis.

    Motorradreifen wuchten mit Bremsscheibe

    2. Motorradreifen wuchten mit Kettenrad

    Wie beim Motorradreifen Auswuchten mit Bremsscheibe prüfst du beim Motorradreifen Wuchten mit Kettenrad zunächst alle Bauteile sorgfältig durch. Wenn das Kettenrad noch in Ordnung ist, kannst du es montiert lassen. Andernfalls tausche es sicherheitshalber aus. Ein neuer Kettentrieb bewahrt dich vor bösen Überraschungen während der Fahrt. Wie bei der Bremsscheibe, achtest du beim Motorradreifen Wuchten mit Kettenrad darauf, dass alle Bauteile mit dem korrekten Drehmoment angezogen sind.

    3. Motorradreifen Wuchten Einarmschwinge: Ausbauen oder am Motorrad wuchten?

    Wir empfehlen grundsätzlich, das Rad zum Wuchten auszubauen. Auch bei einer Einarmschwinge muss das Rad von der Maschine gelöst und separat betrachtet werden. Darum: Beim Motorradreifen Wuchten Einarmschwinge, trotzdem mit Maschine oder manuell vorgehen.

    4. Motorradreifen Wuchten statisch / dynamisch?

    Der Unterschied beim Motorradreifen wuchten statisch / dynamisch ist ganz einfach: Beim Motorradreifen selber wuchten kommt nur die statische Methode in Betracht. Dynamisch geht das Motorradreifen Wuchten mit Wuchtmaschine nur in einem professionellen Fachbetrieb.

    5. Wie erkennt man neue unwuchte Reifen?

    Eine Unwucht im Rad kann viele Ursachen haben. Ein ungleichmäßig abgefahrener Reifen kann dazu eine Ursache sein. Meist sind aber geringfügige Verzüge in der Felge die Ursache für eine Unwucht.

    6. Motorradreifen wuchten mit Wuchtmaschine?

    Natürlich erzielst du beim Motorradreifen wuchten mit Wuchtmaschine die besten und präzisesten Ergebnisse. Nur musst du für ein solches Gerät auch etliche tausend Euro bezahlen. Für den normalen Hausgebrauch genügt daher das manuelle Verfahren. Allerdings solltest du zumindest einen Motorradreifen-Auswuchtbock verwenden. Sie sind auf zehntel Millimeter gefertigt und garantieren dir einen parallelen Sitz beider Seiten. Die Motorradreifen Wuchtmaschine lässt du beim Profi stehen. Wenn du ein Motorrad in der 200 PS Klasse kaufst, kannst du die Räder immer noch auf der Motorradreifen Wuchtmaschine auswuchten lassen

    7. Motorradreifen Auswuchten: Kosten?

    Die Motorradreifen Auswuchten Kosten sind recht hoch. Wenn du die Maschine nur zum Auswuchten vorbei bringst, musst du mit ca. 50 – 80 Euro pro Rad rechnen. Bedenke, dass die Räder für die Motorradreifen Wuchtmaschine ausgebaut werden müssen. Wenn du aber dein Motorrad mit ganz neuen Reifen, Bremsscheiben und einem neuen Kettenrad bestücken lässt, werden die Motorradreifen Auswuchten Kosten sehr gering. Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick bekommst du diesen Service dann sogar kostenlos.

    8. Motorradreifen Montieren und Wuchten: Dauer?

     

    Die Dauer vom Motorradreifen Montieren und Wuchten kommt darauf an, ob du es selbst machst und wie geübt du bist. Das Motorradreifen Wuchten mit Wuchtmaschine geht recht schnell und ist in ein paar Minuten erledigt. In der heimischen Garage kannst du für das vollständige Motorradreifen Montieren und Wuchten aber gut einen ganzen Samstagnachmittag einplanen. Aber zum Saisonstart ist es ja grundsätzlich nicht verkehrt, wenn du dir deine Maschine mal ganz genau ansiehst. Besser du entdeckst jetzt die eine oder andere Schwachstelle bevor sie dir auf der Straße zum Verhängnis wird.

    Es ist noch mehr Möglich; Schau dir unseren Cafe Racer Guide an.