Wie funktioniert ein Motorroller Getriebe? (Automatik)

Bei einem Motorroller hat man keine Kupplung und keinen Ganghebel auf der linken Seite. Aber wie wechselt man dann den Gang für schnellere Passagen?

Die Roller sind mit einem Automatikgetriebe ausgestattet. Der große Vorteil; es macht Ihn einfacher zum Fahren. Die meisten Motorradfahrer machen sich zu Beginn große Gedanken wie das Schalten funktionieren soll. Das Schalten stellt weniger das Problem da, das Kupplungsspiel wird für Neulinge meist zu einer Challenge.

Direkt mit dem drehen des Gasgriffes beginnt der Roller loszufahren mit zunehmender Drehzahl. Je höher man die Drehzahl dreht, umso schneller wird der Roller. Wie funktioniert das?

Durch eine Fliehkraftkupplung.

Höhere Drehzahl -> Gewicht wird nach außen gedrückt -> Keilriemen wird nach außen gedrückt -> der Radius vergrößert sich -> Abtriebswelle dreht sich schneller als die Antriebswelle

Die Roller sind mit einer Variomatikgetriebe ausgestattet. Wie man im Video weiter unten schön zu sehen bekommt, besteht das Getriebe aus zwei Wellen. Der Antriebswelle und der Abtriebswelle, welche mit einem V-Keilriemen verbunden sind.

Beispiel eines V Keilriemen
Ein Beispiel wie ein V Keilriemen aussieht. In der Abblildung handelt es sich nicht um eine Variomatik!

Durch die Fliehkraft-Gewichte auf der Antriebswelle, je mehr Geschwindigkeit die Antriebswelle aufbaut, umso größer wird die Kraft und die Gewichte werden nach außen gedrückt. Durch die Kraft nach außen, wird auch der Keilriemen nach außen gedrückt und der Radius wird vergrößert.

Mit steigender Drehzahl, verändert sich die Übersetzung. Mit steigender Übersetzung, erhöht sich die Geschwindigkeit.

Dies hat zur Folge, dass sich die Antriebswelle langsamer dreht als die Abtriebswelle.

Der Keilriemen selbst ändert dabei nicht seine Länge.

Die Varuimatik funktioniert rein mechanisch.

Startposition

Links, sehen wir die Abtriebswelle und rechts die Antriebswelle in der Ausgangsposition.

Langsame Geschwidigkeit

Der Radius verändert sich. Auf der Rechten Welle wird der Keilriemen nach Innen gezogen, da die Fliehkräfte auf der linken Welle Ihn nach außen drängen.

Mittlere Geschwidigkeit

Das Verhältnis ändert sich weiter.-Bisher war die Rechte Welle, unsere Antriebswelle die mit dem größeren Radius. Wir haben den Übergang erreicht.

Maximal Geschwindigkeit

Die Antriebswelle, rechts, ist auf die maximal Engstellung angekommen. Der Radius kann nicht mehr verkleinert werden. Die Höchstgeschwindigkeit ist somit erreicht.
Gleichzeitig sehen wir die Abtriebswelle am äußeren Rand.

Wieso bleibt ein Roller stehen obwohl er keine Kupplung hat?

Da erst durch die Zugabe von Gas die Drehzahl erhöht wird. Und erst wenn die Drehzahl erhöht wird, setzt sich das Variomatikgetriebe in Gang und lässt seine Zauber spielen.

Das Standgas ist zu niedrig um genug Kräfte zu erzeugen.

Wieso spürt man beim Motorroller keinen Gangwechsel?

Beim Roller spürt man keinen Gangwechsel, weil er im Prinzip nur “einen Gang” hat. Zu mindestens im Gefühlt.

Ich habe ein Video verlinkt. Es ist zwar auf Englisch zeigt aber super wie das System funktioniert.

Es gibt auch Umbaukits für Motorräder mit denen eine Automatikkupplung verbaut werden kann. Dabei handelt es sich nicht um eine Automatik wie bei einem Roller.

Hier wird dem Fahrer die Betätigung von der Kupplung abgenommen und es muss nur mehr zwishcen den Gängen geschalten werden. Es klingt komisch, ist in der Praxis nach ein paar Runden eine echt coole Sache. Der Vorteil ist, du kannst anstatt des Kupplungshebels (Linke Seite des Lenkers) die Hinterradbremse verlegen.

Einsatzfeld ist in der Enduro Szene.

Was gibt es für Motorräder? (Motorradtypen)

Bei den Autos gibt es Limousinen, Kombis, SUV ,…. Genauso vielfältig ist der Motorradmarkt wenn es um die Arten geht. Und Sie alle haben Ihre Schwerpunkte mit Vor- und Nachteilen.

Die Motorradtypen gliedern sich in 6 Hauptkategorien

  1. Standard
  2. Touring
  3. Sport
  4. Cruiser
  5. Motocross
  6. Reiseenduro (Reisemotorrad)

Dazu gibt es dann Abwandlungen, Weiterentwicklungen oder Neuheiten.

# Supersport

Speed Speed und noch mehr Speed. Supersportler ist die Kategorie für die schnellsten Motorräder. Ihr Fokus liegt auf hohe Spitzengeschwindigkeiten und perfekte Kurveneigenschaften. Man könnte meinen die moderne Variante von einem Cafe Racer. Es wird keine Rücksicht auf Komfort genommen. Das optimale Verhältnis von Leistung und Fahrzeugmasse stehen im Mittelpunkt. Optimale Fahrbarkeit mit bester Beschleunigung. Die Supersportler sind die Straßenzugelassene Version der Rennmaschinen.

Merkmale Supersport

  • hohe Ps Zahl
  • Slick Reifen
  • Windschnittig
  • Liegende Fahrerposition

# Naked Bikes

Ein Naked Bike ist genauso wie die Supersport für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Ist meist nur etwas Bequemer und hat weniger Karosserieaufbau (weniger oder kein Windschutz)

Merkmale Naked Bike

  • Wenig bis keine Verkleidung
  • Kleines Windschild
  • Sportlich

# Superbike

Motorräder mit 1000 bis 1200 ccm bezeichnet man als Superbike. Vollverkleidete Rennmaschinen mit Straßenverkleidung.

Merkmale Superbike

  • Vollverkleidet
  • Hubraum con ca. 1000 bis 1200ccm
  • Charakterzüge einer Rennmaschine
Ducati 2011 Panigale 1 *

# Sporttourer

Die Kombination aus einem Tourenmotorrad und Superbike bringen ein Alltagstaugliches, sportliches Motorrad zusammen. Bei den Motoren wird in der Regel nicht gespart, sondern eine wesentlich bequemer Sitzposition und komfortable Federung wird verbaut. Entweder Vollverkleidet oder Halbverkleidet erhältlich.

Merkmale Sporttourer

  • Alltags- Tourentauglich
  • hohe Motorleistung (=Supersportler)
  • bequeme Sitzposition
  • Vollverkleidung / Halbverkleidung
  • Gepäcksysteme
KTM Super Duke 1290ccm *

# Reisemotorrad

Reisemotorräder sind fürs Reisen gebaut 😉 Gebaut für bequeme, lange Fahrten. Längerer Radstand. Die Motorräder sind darauf ausgelegt mit hoher Zuladung zurecht zukommen. Ausreichende Reichweite ist wichtig, es soll ja nicht alle 150 Kilometer getankt werden müssen. Aber die wichtigste Anforderung an ein Reisemotorrad ist ein langlebiger und zuverlässiger Motor.

Merkmale Reisemotorrad

  • Ausgelegt für längere Reisen
  • teil- oder Vollverkleidet
  • überwiegend Reiseenduros
BMW R 1200 GS *

# Reiseenduro

Eine unterkategorie der Reisemotorräder.

Wie unter der Enduro erwähnt, liegt der Hauptfokus auf der Straße jedoch mit noch sehr guten Eigenschaften fürs Gelände. Oftmals sind Sie höher Motorisiert damit Sie mit den hohen, andauernden Geschwindigkeiten (z.B. Autobahn) zurechtkommen. Die Reiseenduro ist für höhere Geschwindigkeiten +120 km/h ausgelegt.

Merkmale Reiseenduro

  • reichlich Zuladekapazitäten
  • bequeme Sitzposition für Fahrer und Mirfahrer
  • teil-vollverkleidet, Windschutz
BMW R 1200 GS *

Hört man auf die Fachzeitschrift Motorrad, dann gehört ein langlebiger, zuverlässiger Motor, reichlich Zuladekapazitäten, große Reichweite und eine für Fahrer und Sozius komfortable Unterbrinung. *

# Tourer

Der Tourer ist eine unterkateogire des Reisemotorrades.

Der Tourer ist konzipiert für besonders lange Reisen. Die großzügige Verkleidung schützt den Fahrer vor dem Fahrtwind. Die Fahrposition ist Aufrechter gegenüber anderen Motorrädern, deutlich bequemer. Die Motoren ähneln einem Traktor, hohe Durchzugskraft mit geringerer Höchstgeschwindigkeit.

Merkmale Tourer

  • längere Reisen
  • großzüig verkleidet
  • erhöter Lenker für bequemere Fahrposition
  • wartungsarm
  • Fokus liegt auf Durchzugskraft und nicht auf Höchstleistung
*

# Enduro

Der Aufbau ähnelt der Motocross. Lediglich hat die Enduro elektronik verbaut. Lichtmaske, E-Starter, Bremslicht und einen Bordcomputer. Mit der Ausstattung können Sie meist auch auf der Straße gefahren werden. Der Hauptfokus liegt aber auch hier im Gelände. Sie hat vieles mit der Reiseenduro gemeinsam, der Hauptfokus der Enduro liegt im Gelände, sekundär auf der Straße. Die Reiseenduro ist mehr für längere Strecken gebaut, hauptfokus die Straße, sekundär das Gelände. Die Enduro schafft in der Regel Geschwindigkeiten bis 120 km/h.

Merkmale Enduro

  • Stollen-Reifen
  • 2 oder 4 Takt Motoren
  • Kubik meist unter 450 ccm
  • Gutes Händling
  • Hohe Beschleunigung
  • Geringere Topspeed (< 140 km/h)

# Motocross

Eine Motocross ist ausschließlich fürs Gelände gebaut.

Der Fokus liegt nicht auf Topspeed. die meisten gehen bis ~ 100 km/h. Dafür haben Sie eine sehr gute Beschleunigung. Grobe Stollereifen, Kunststoffverkleidung mit Sponsorenaufdruck. Die Motoren sind entweder 2 oder 4 Takter zwischen 50ccm bis 450ccm (üblich). Seit ein paar Jahren findet man auch den E-Motor im Offroad bereich.

Merkmale Motocross

  • Wenig bis garkeine Elektronik
  • Keine Straßenzulassung
  • Keine Lichtmaske, Blinker oder Bremslichter
  • Einsitzer
  • Grobe Reifen

# Supermoto

Die Supermoto hat Ihren Ursprung in den Motocross, Enduro Maschinen. Sie werden mit “Slick”-Reifen ausgestattet und für den Asphalt umgerüstet. z.B. Härteres Fahrwerk.
Roadster – Der Roadster gehört zur Familie der Naked Bikes, bei denen sowohl der Antrieb als auch das Fahrwerk unverkleidet sind. Der Fokus liegt das Erscheinungsbild des Motorrades aus den 1960er Jahren widerzuspiegeln.

Merkmale Supermoto

  • Optisch eine Motocross
  • Mit Slick-Reifen ausgestattet
  • Hohe Beschleunigung mit guten Handling

# Chopper

Beim Chopper wird extrem auf die Optik geachtet. Dadurch können schon mal schwächen beim Handling, Bremsen oder der allgemeinen Sicherheit in Kauf genommen werden. Den Ursprung hat der Chopper vom Cruiser welche man in den 1948iger begann Serienmaschinen umzubauen.
Standard – Typische klassische Motorräder.

Merkmale Chopper

  • Optik steht an erster Stelle
  • Extreme Veränderungen
  • Hoher Lenker
  • Breite Bereifung

# Cruiser

Der Begriff Cruiser bezieht sich auf amerikanische Serienmaschinen aus dem Haus Harley-Davidson, Indian und Henderson die in den 1930igern gebaut wurden. Langer Radstand, breite Bereifung, großvolumiger Motor, große Kotflügel, breiter Lenker, aufrechte Sitzposition sind die Stilbildenden Merkmale. Außerdem werden gerne Anbauteile aus der Touren Szene angebracht; Windschild, Satteltaschen, Zusatzscheinwerfer und Sturzbügel.

Merkmale Cruiser

  • Langer Radstand
  • Breite Bereifung
  • breiter Lenker
  • großvolumiger Motor
*

# Café Racer

ähnliches Ziel wie der Bobber, Gewichtsreduzierung. Doch zusätzlich wurde noch auf die Aerodynamik mehr geachtet. Die Fahrerposition wurde flacher, tiefe Stummellenker wurde bessere Windschnittigkeit. Kurzer Sitz, oftmals mit Höcker ist der markanteste Wiedererkennungswert.

Merkmale Café Racer

  • Motorrad mit verringerten Eigengewicht
  • keine Verkleidung
  • erhöhte Motorleistung
BMW R 100 RT by Lukas (caferacerguru)

Alles rund um Cafe Racer.

# Scrambler

Der Scrambler, auf Deutsch Kletterer ist der Ursprung für die heutige Motocross, Enduro und Reiseenduro. Motorräder wurde umgebaut damit Sie besser mit Offroad-Gelände zurecht kamen. Grobe Reifen, hoher Lenker, höher gelegter Auspuff sind klassische Merkmale.

Merkmale Scrambler

  • Stollenreifen
  • Offroad
  • Höhergelegter Auspuff

# Roadster

Motorräder one einer Verkleidung. weder der Antrieb noch das Fahrwerk. Der Fokus liegt auf dem Fahren von asphaltierten Straßen. Der Roadster zählt zu der Familie der Naked Bikes. Entstanden in den 1960er.

Merkmale Roadster

  • keine Verkleidung
*

# Bobber

Ab 1930 bis 1990 sehr beliebt sind Sie ein Motorrad welche aufs absolute Minimum reduziert wurden. “Überflüssige Teile”, Kotflügel, Verkleidungen, wurde vom Motorrad entfernt um das Gewicht zu reduzieren. Prinzipiell alles, worauf der Fahrer bereit war zu verzichten. Es gibt keine klassischen Merkmale wie einen tiefen Lenker, denn das Ziel war und ist die maximale Gewichtsreduzierung. Wieso? Mehr Speed.

Merkmale Bobber

  • Aufs absolute Minimum reduziert
  • keine Überflüssigen Anbauteile
  • maximale Gewichtsreduzierung

# Pocket Bikes

Wie der Name schon sagt, “Taschenmotorrad” sind Pocket Bikes kleine Motorräder. Sie lehnen sich mit der Optik an existierende Modelle an, meist Supersportler, und dürfen die Maße 110cmx50cmx50cm nicht überschreiten, ansonsten rutschen Sie in die Kategorie Minibikes

Merkmale Pocket Bikes

  • Optisch änlich der Großen
  • nicht größer als 110x50x50cm
*

# Minibikes

Minibikes sind Spaß-Bikes. Die Fokusgruppe liegt trotzdem bei Erwachsenen, bei großen Fahrern kann dies schon mal witzig aussehen. Gerne werden die Pocket Bikes mit den Minibikes in einen Topf geschmissen. In der Szene gilt besonders die Honda Monkey als bekannt.

Merkmale Minibikes

# Allrounder

die Kombination aus einem Tourenmotorrad und eines Supersportler. Die Alltagstauglichkeit wie ein Tourer und den Fahrspaß wie ein Sportbike. Die Bezeichnung Allrounder ist fließend, gerne Verwendet für nicht eindeutig definierbare Motorräder.

Merkmale Allrounder

  • Tourentauglich
  • Motor mit ausreichend Drehmoment
  • Fahrwerk eignet sich für den sportlichen Einsatz sowohl als auch Touren
  • Handlich
*

# Motorroller

Ein Motorrad oder Knieschluss ergibt den Roller. Umgangssprachlich spricht man von einem Roller. Gehört er zu den Motorrädern? Es gibt hochleistungs “Roller” welche man fairerweise zu den Motorrädern gliedern muss. Allgemein würde ich den Roller aber als eigene Klasse definieren. Die großen Vorteile eines Rollers; der freie Durchstieg im Fußbereich und der große Stauraum unter der Sitzbank machen Ihn sehr Alltagstauglich und optimal für die Stadt. Bei längeren Überlandfahrten, oder Autobahn fehlt etwas die Fahrstabilität. Hier empfiehlt sich ein niedriger Durchstieg für mehr Stabilität.

Merkmale Motorroller

  • freier Durchstieg
  • großer Stauraum unter der Sitzbnank
  • Alltagstauglich

# Moped (Kleinkraftrad)

Das “Motorrad” der Jugendlichen. 50ccm Motoren mit einer Höchstgeschwindigkeit von ~45 km/h. Großteils der Modelle ähneln einer Enduro / Supermoto, etwas rare sind die “Supersportler”. In vielen Ländern können Mopeds schon vor Motorrädern gefahren werden.

Merkmale Moped

  • Hubraum 50ccm
  • Höchstgeschwindigkeit ~45 km/h
  • Motorrad der Jugendlichen

# E-Motorrad

Der Markt für Elektromotoren boomt nicht nur im KFZ Bereich. Das Angebot wird immer größer und es gibt bereits eine vielfalt an verschiedenen Motorradtypen mit E-Motoren. Die Reichweite wird immer besser. Besonders empfehlenswert für den Alltagsgebrauch. Touren sind noch etwas schwieriger aber es wird laufend Besser.

Merkmale E-Motorrad

  • Kein Benzin

Es gibt noch viele weitere Unterkategorien und Custom Builds. Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

Quellenverzeichnis

Bilder stammten teilweise aus Wikipedia, Links hierzu:

Ducato Panigale by Klaus Nahr

KTM Duke by KTM AG

BMW R 1200 GS by D-Platoon

BMW R NineT

Suzuki Bandit

Pocket Bike

Worin Unterscheiden sich die Motorräder Cafe Racer, Scrambler & Bobber (+++)

Ein Motorrad ist nicht gleich ein Motorrad. Es unterschiedliche Bau und Stilarten. Man kann Sie grob in Oberkategorien zusammenfassen aber auch in die tiefe gehen. Es gibt Cafe Racer, Scrambler, Bobber, Chopper, Sportbike, Naked, Cruiser, Enduro, Tourer usw.

Aber worin unterscheiden sich jetzt die verschiedenen Motorrädern? Wir vergleichen gleich mal die klassichen Geschichte, Cafe Racer, Scrambler oder Bobber, die in den letzten Jahren wieder enorm an beliebtheit gewonnen haben. Aber wieso?

Zuerst fassen wir die Eigenschaften zusammen.

Markante Eigenschaften eines Cafe Racers

  • auf die wesentlichsten Elemente reduziert (Gewichtsreduzierung = bessere Beschleunigung)
  • abfallende Sitzbank meist mit Höcker, Einsitzer
  • kurze, flache Lenker = Stummellenker
  • vorgebeugte Sitzposition, gestreckte Arme, leicht Abfallend nach Vorne. (Windschnittiger)
  • Man liegt quasi auf dem Tank

Markante Eigenschaften eines Scramblers

  • Ziel, Geländetaugliches Motorrad
  • Robust
  • Grobstollige Reifen
  • breite Lenker
  • höher gelegter Auspuff
  • Schutzblech als Schutz vor dem Dreck

Markante Eigenschaften eines Bobbers

  • Gewicht stark reduziert
  • Verkleidung komplett entfernt
  • Optik nebensächlich
  • Einsitziger Federsattel

Markante Eigenschaften eines Choppers

  • Optik steht im Vordergrund
  • Sicherheit ist zweitrangig
  • Gerne werden hohe Lenker verbaut
  • Gestreckte Arme und Beine nach vorne, sind oftmals die Sitzposition
  • Es werden oft die Rahmen stark verändert oder überhaupt komplett selbst zusammengestellt.

Cafe Racer vs Scrambler | Worin liegen die Unterschiede?

Café RacerScrambler
LenkerTiefHöher
Reifen“Slicks”, glattStollen, grob
Sitzpositionliegend, nach vorne geneigtaufrechter
Fahrwerktiefergelegthöhergelegt

Café Racer

Café Racer mit den markantesten Punkten markiert. Lenker, freies Dreieck und die Sitzbank.

Scrambler

Scrambler mit den markantesten Punkten markiert. Hoher Lenker, grobe Reifen und das Fahrwerk ist hoch.

Am Besten schaut man sich die beiden Bikes mal anhand von Bildern an. Dabei erkennt man bereits deutliche Unterschiede. Der Cafe Racer wirkt optisch schneller, schnittiger und der Scrambler bulliger, grober. Genau darin liegen auch Ihre Schwerpunkte

Der Scrambler ist für grobe Straßen gebaut. Feldwege und Schotterstraßen sind die Spezialisierung.

Der Cafe Racer fühlt sich auf Asphalt defintiv wohler und wurde für Highspeed gebaut.

Zumindest waren Einst dies Ihre Schwerpunkte. In der heutigen Zeit werden die Zwei gerne vermischt und kombiniert. Grobe Stolliger Reifen mit einer schnittigen Silhouette.

Was haben Sie gemeinsam?

Es gibt keine Regeln. Es steht auch jedem frei die schönsten Merkmale (=in seinen Augen) zu kombinieren. Das selbe tat ich bei meinem “cafe racer” ich wollte umbedingt den groben Look, also hat meine BMW grobe stollen Reifen bekommen. Und ich bin sehr happy damit! Nachteile? Ja klar! Man spürt die Stollen extrem unter der Fahrt.

Versteckte Batterie an einem Cafe Racer únter der Schwinge
Meine BMW R100 mit Stollen
Auch bei der Jamaha finde ich die Kombination äußertst gelungen!

Bobber vs Chopper | Worin liegen die Unterschiede?

Der Bobber kam vor dem Chopper. Erstmals tauchte der Chopper Mitte der 60iger Jahre auf und der Bobber bereits in den 1930iger.

Der Chopper wird gerne als der stylische, technisch weiterentwickelte Bobber bezeichnet.

Ein Bobber war/ist im Grunde ein gestriptes Motorrad aufs minimum (=Gewichtsreduzierung). ABER mit seinem Originalrahmen. Bei einem Chopper wird oftmals der Rahmen entweder bereits komplett Maßgefertigt oder stark modifiziert.

Chopper entstanden über die Zeit aus den Bobbern.

Ein Chopper kann schon mal beim Handling, Bremsen oder im Sicherheitsaspekt schwächen aufweisen. Den dabei wird rein auf die Optik geachtet. Extrem hohe Lenker. Gestreckte Füße.

Chopper haben meist extrem kleine/ schmale Reifen im vergleich der Proportionen zu den Hinterreifen. EXTREM Breit und Groß.
Der Bobber fährt ähnliche Größen vorne und auf der Hinterradfelge.

Ein typisches Merkmal ist auch der Federsattel beim Bobber, welche kein Muss bei den Choppern sein muss.

Welche Motorräder eignen sich für einen Cafe Racer Umbau

In der Regel gibt es kein falsches Motorrad. In erster Linie zeigt sich ein Cafe Racer darin, dass Sie auf die wesentlichen Elemente reduziert werden. Das Ergebnis ist ein leichteres = schnelleres Motorrad. Weitere Merkmale sind veränderte Lenker, flache und gekürzte Lenker. Die Sitzbank ist meist flach mit einem Höcker am Ende. Deinen eigenen DIY Guide für den Cafe Racer umbau.

Die besten Motorräder für einen Cafe Racer Umbau:

  • BMW
  • Honda
  • Yamaha
  • Suzuki
  • Kawasaki
  • Triumph
  • Moto Guzzi

Motorräder für einen Cafe Racer Umbau

  • BMW
  • BMW R Series
  • BMW K Series

HONDA

YAMAHA

  • XV Virago
  • TR1
  • SR
  • XS
  • XT
  • XJ

SUZUKI

  • GT
  • GN
  • GS
  • GSX

KAWASAKI

  • GT
  • CSR
  • W800
  • Z900 RS

TRIUMPH

  • Bonneville
  • Trident

MOTO GUZZI

  • V7
  • California III
  • 850

ROYAL ENFIELD

  • Interceptor INT
  • “Continental GT (BJ 2012!!)
  • Classic 500

Jeder selbstgebauter Cafe Racer ist ein Unikat, dein Unikat. Wir kennen es alle, es gibt immer etwas, was einem selber nicht gefällt. Ob es jetzt nun die Schraube unter dem Sitz ist oder ob es der Fleck auf den Griffen ist.

Es empfiehlt sich vor dem Kauf verschiedene fertigen Umbauten die im Netz auffindbar sind. Worauf muss man bei einem Umbau achten? Wie wählt man die perfekte Basis? Worauf sollte man bei einem Motorrad kauf achten? All die Fragen sollten vor der Wahl entschieden werden.

BMW

Mein absoluter Favorit. Der klassiche Boxermotor stellt hier definitv den Mittelpunkt in der gesamten Optik dar.

Gründe warum die BMW R beliebt sein könnte

  • Breiter auffälliger Boxermotor
  • Mittelmäßig bis großes Angebot an Anbauteilen
  • Große Communtiy

Nachteile

  • Die Anschaffung ist deutlich höher als für Japaner.
  • Fahrverhalten sind jedermanns Sache. Durch die seitlich laufenden Zylinder gibt es leichte Seitenschübe in Kurvenlagen.

Honda

Die wohl meist verwendete Basis ist die Honda CB. Das Angebot an Teilen & Produkte ist sehr groß auch das Angebot an Hilfsvideos auf Youtube ist sher umfangreich.

Gründe warum die Honda CB beliebt sein könnten

  • Günstige Anschaffungskosten
  • Große Auswahl an Aftermarket Waren
  • Große Fan Base / Community

Nachteile

  • Die am häufigsten Verwendeten Motorräder bei Umbauen (“Nachteil”)

Royal Enfield

Wer ist die älteste noch produzierende Motorradfirma der Welt? Richtig! Royal Enfield.

Ein ursprünglich britisches Unternehmen, mittlerweile seit 1984 in Indischer Hand. Die Motorräder sind luftgekühlt und mit einem Einzylinder-Viertaktmotor ausgestattet.  Mit dem Ende des Jahres 2020 stellte Royal Enfield die Produktion der beliebten 500 Kubik Modelle ein. Das Ende einer Ära wurde mit einer limitierten Serie gefeiert, Auflage 1000 Motorräder.

Mittlerweile gibt es auch Moderne ab WERK Cafe Racer wie folgende Modelle

Die Wahl bei den Damen unterscheidet sich

Was für die Männer gut und passend ist, passt nicht für die Damen. Deshalb haben wir einen eigenen Artikel für die perfekte Wahl beim Cafe Racer für die Frauen.

BMW R Motorräder – Die perfekten Cafe Racer

BMW Motorräder haben ein traditionsreiches Erbe.

Der Grundstein dafür wurde bereits im Jahr 1923 gelegt, als die R 32 als erstes Motorrad der Bayerischen Motoren Werke hergestellt wurde.

Max Fritz, der damalige BMW Chefkonstrukteur, musste einen Richtungswechsel in der Positionierung des Unternehmens vornehmen.

Nach dem offiziellen Verbot des Baus von Flugzeugen und Flugmotoren, konzentrierte sich der Diplom-Ingenieur mit vollem Einsatz auf das Thema Motorrad.

Herzstück des ersten Antriebskonzepts war der heute weltbekannte Boxermotor.

Durch die stetige Weiterentwicklung des Motorenkonzepts konnte im Jahr 1929 ein Weltrekord für das schnellste Motorrad der Welt aufgestellt werden.

Der Rennfahrer Ernst Henne raste mit einer damals fast utopischen Geschwindigkeit von 216 km/h über eine Landstraße nördlich von München.

Die Kombination aus Ästhetik, Leidenschaft und Ingenieurskunst befindet sich auch in der DNA der aktuellen BMW R Cafe Racer.

Sie vereinbaren die Faszination und Sportlichkeit des Boxermotors mit dem entspannten Lifestyle des Cruisens.

Das Gefühl der Freiheit und die Aura der traditionsreichen ersten BMW R Motorräder fahren immer mit.

Nicht jedem Überzeugen die moderne Variante. Es gibt unzählige Motorräder die sich auch für einen eignen Umbau eignen.

BMW

BMW R nineT definiert, sportlich umgebaute Serienmotorräder

Cafe Racer in Reinform definieren ursprünglich gesehen sportlich umgebaute Serienmotorräder. Diese Maschinen waren anfangs Teil einer Subkultur, gewannen mit der Zeit aber an größerer Beliebtheit.

Heute wird der Begriff im Allgemeinen für die Klasse der Custom Bikes verwendet, welche sich auf wesentliche Elemente und Bauteile konzentrieren uns so das klassisch, ursprüngliche Gefühl des Motorradfahrens in den Vordergrund stellen.

Außerdem ist ein Cafe Racer ein Ausdruck von Individualität und Sinn für pure Ästhetik.

Bei der Technik der modernen Cafe Racer muss man allerdings keine Abstriche machen und kann auf hochentwickelte Motorenkonzepte und Sicherheitssysteme zurückgreifen.

Das Retro-Design und das unverfälschte Fahrgefühl stehen aber dennoch immer im Fokus.

Vor allem seit den 2010er Jahren setzen einige namhafte Motorradhersteller auf moderne Interpretationen von Cafe Racern.

Neben Moto Guzzi und Ducati, forcierte auch BMW neue Konzepte bei den eigenen Baureihen und weitete diese in den Retro-Bereich aus.

2013 entwickelte der amerikanischen Designer Roland Sands eine Studie namens Concept 90, die bei Motorradfans weltweit gut ankam und deshalb in Form des Serienmodell BMW R nineT 2014 auf den Markt kam.

Durch den Erfolg des neuen Modells angetrieben, entschloss sich BMW das Retro-Konzept mit der Heritage-Baureihe auszuweiten.

Die verschiedenen Maschinen sollen eine Hommage an die Ikonen der glanzvollen Motorrad-Ära sein und das Easy Rider-Fahrgefühl in der essentiellen Form vermitteln.

Was zeichnet die Serie der BMW R Cafe Racer aus?

An erster Stelle steht hier natürlich der Zweizylinder-Boxermotor aus eigener Entwicklung, der jeder Fahrt zu einem besonderen Erlebnis werden lässt.

Die luft-/ ölgekühlten Motoren sind je nach Modell mit einer Leistungsspanne zwischen 91 PS und 110 PS erhältlich und sind auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ausgelegt.

Somit sorgen die Antriebe für eine dynamische Kraftentfaltung und souveränes Fahren in jeder Lebenslage.

Durch das serienmäßige BMW Motorrad ABS und die optionale Automatische Stabilitätskontrolle ASC sind hochentwickelte Assistenzsysteme an Bord, die die Kraft zu jeder Zeit sicher auf die Straße bringen.
Nachdem BMW bereits seit 1923 aus Überzeugung auf Boxermotoren setzt, wird hier Tradition intelligent mit moderner Technik verbunden.

Das zeigt sich auch in der individuellen Einstellbarkeit von Federvorspannung, Druckstufe und Zugstufe, sodass man diese Komponenten auf seinen eigenen Fahrstil abstimmen kann.

Der Motorensound ist unverkennbar und charakteristisch für den Boxer-Antrieb und kann mit optional erhältlichen Schalldämpfern noch verstärkt werden.

Die Möglichkeit jede BMW zu einem Unikat zu gestalten

Bei den Konfigurationsmöglichkeiten der einzelnen Modelle steht grundsätzlich die Individualisierung im Vordergrund.

Die Ingenieure setzen hier auf ein modulares Konzept, dass durch exklusives BMW Zubehör, aber auch durch private Umbaumaßnahmen, Freiraum für Kreativität gibt.

BMW war es wichtig, den ursprünglichen Geist der ersten Cafe Racer einzufangen und möglichst unverfälscht an den Kunden weiterzugeben.

Wenn man nicht selbst Hand anlegen will, können bereits ab Werk spezielle Bauteile aus Carbon, Titan oder Aluminium angebracht werden lassen.

Aber auch die Standardausstattung setzt auf hochwertige Materialien und Details, wie z.B. ein Typenschild mit Produktionsinfos, das sich außerdem mit dem Qualitätssiegel “Made in Germany” schmücken darf.

Ergonomie und Design der BMW R nineT

Bei der Ergonomie und dem Design standen auch die traditionellen Cafe Racer Pate, die sich durch entspanntes Sitzen und stressfreies Fahren auszeichnen.

BMW hat mit der R-Baureihe Wert darauf gelegt, trotz des lässigen Gesamtcharakters, die dynamischen Aspekte nicht zu kurz kommen zu lassen.

Dies soll durch das ausgeglichene Ergonomie-Dreieck und den flachen Lenkkopfwinkel gewährleistet werden. So entsteht eine aufrechte Sitzposition, bei weiterhin voller Kontrolle der sportlichen Fahrleistungen.

Alle Modelle tragen klassisch runde Frontscheinwerfer und zitieren durch die vielen Designdetails, die Farbgebung und die verwendeten Materialien, BMW-Motorräder aus vergangenen Jahrzehnten.

Somit verbindet sich Nostalgie mit kraftvollen Motoren und einem leichten, sowie modernem Fahrgefühl, das einem den Umstieg auf einen Cafe Racer leicht macht, selbst wenn man bisher “normale” Maschinen gewohnt war. Der preisliche Einstieg ist ab 12.915,96 € möglich.

Wer sein Motorrad entweder selbst oder bereits ab Werk zum Unikat machen möchte, auf das lässig-ursprüngliche Fahrgefühl steht und sich für das Retro-Design begeistert, sollte definitiv einen genaueren Blick auf die BMW R Cafe Racer werfen. Jetzt unseren Beitrag über Ducati und Honda entdecken.

Motorrad starten. Und losfahren, nicht am Stand warmlaufen

Motorrad warmfahren | Wichtig? Wie gehts Richtig

Motorräder gehören warmgefahren. Aber nicht unbedingt am Stand warmgelaufen. Nicht nur das Motoröl gehört in …

Read More →
Motorrad-Werkstatt Tipps & Tricks

Motorrad nach langem Stand richtig starten

Nach einer langen Standzeit muss das Bike schön langsam von seinem Schönheitsschlaf geweckt werden. Ein …

Read More →
Motorradfahren vs autofahren

Was ist leichter Motorrad- oder Autofahren?

Einfach Zusammengefasst, ist Motorradfahren schwieriger und Autofahren leichter zu erlernen. Beide haben unterschiedliche Schwerpunkte, Faktoren …

Read More →

Wie funktioniert ein Motorroller Getriebe? (Automatik)

Bei einem Motorroller hat man keine Kupplung und keinen Ganghebel auf der linken Seite. Aber …

Read More →
Es gibt viele verschiedenen Motorräder, schon mal genauer damit beschäftigt? Hier ist eine Auflistung der bekanntesten Motorradtypen

Was gibt es für Motorräder? (Motorradtypen)

Bei den Autos gibt es Limousinen, Kombis, SUV ,…. Genauso vielfältig ist der Motorradmarkt wenn …

Read More →

Unterschied zwischen Motorrad, Moped, Roller und Mofa

Worin liegen die Unterschied? Motorrad Der Klassiker, Schnell bis Bequem Moped Schwach Motorisiert, ~50ccm Motorroller …

Read More →

Ducati Scrambler als Café Racer – Geht das?

Die Scrambler 800 der Marke Ducati. Ein Volltreffer in jeder Hinsicht.

Dies liegt allerdings schon drei Jahre zurück. Heute wird die Ducati Scrambler schon fast als eigenständige Submarke geführt und wächst seither stätig.

Heute kann man neben den verschiedenen Typen wie Full Throttle oder Icon Classic auch auf die verschiedenen Street Classic, Desert Sled und Café Racer zurückgreifen. Ja, du hast richtig gehört.

Ducati Scrambler

Ein Café Racer der Marke Ducati Scrambler. Funktioniert diese Paarung überhaupt? Kurz und knackig: Auf jeden Fall.

Lass dich nicht täuschen

Ein „Was soll das denn sein?“ oder „Geht so“ wird nicht nur einem einzelnen Motorradliebhaber aus dem Mund entwichen sein, als er die Scrambler CR zum ersten Mal sah.

Kann man sich allerdings dennoch dazu bewegen, der etwas anderen Café-Racer-Ducati eine Chance zu geben, wird man nicht enttäuscht.

Bereits auf den ersten zehn Kilometern bereitet einem das Gefühl von Schwerelosigkeit und Geschwindigkeit Tränen in den Augen.

Der Grund hierfür liegt ganz bestimmt auch am unglaublichen und einzigartige L-Twin, der mit seinen tiefen und dunkles Bässen Herzen höher schlagen lässt.

Weiters werden dir sofort die etwas moderat positionierten Alu-Stemmlenker mit ihren außen sitzenden Spiegeln ins Auge springen.

Durch diese Lenkung ist die Sitzhaltung allerdings durchaus bequemer als man vorab annehmen wird. Allgemein kann man sagen, dass du auf der Ducati Scrambler eine sportliche, leicht nach vorne gebeugter Position einnehmen wirst.

Das Gewicht des Körpers wird hierbei gut verteilt und die Arme nicht zu sehr belastet. Zudem vermittelt die Ducati das Gefühl eines echten Café-Racers, dass durch den am Soziusitz angeschraubten Höcker deutlich verstärkt wird.

Eine geeignete Startnummerntafel wurde ebenfalls angebracht und bedeckt fast das gesamte linke Solofederbein.

Ducati Scrambler Auspuff

Das am vorderen Ende angebrachte Schutzblech sieht zwar ansprechend aus, hält aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht jeden Stein vom Zylinder, der vorne angebracht ist, fern.

Probleme mit diesem Blech sind allerdings bis heute eine Ausnahme, kann also getrost ignoriert und als stilvolles Element des Café Racer hingenommen werden.

Instrumente als Stilelement

Als Basic-Ausstattung wurde ein digitales Rundinstrument gewählt, das mit Sicherheit nicht jedes Café-Racer-Herz höherschlagen lässt.

Glücklicherweise kannst du ganz einfach im Zubehörmulti deine bevorzugte, stylische Anzeige wählen, sofern die runde Variante nicht deinen Ansprüchen entspricht.

Im Gegensatz dazu wird man allerdings von der Schlichtheit des Bordcomputers überzeugt sein.

Neben den üblichen Gesamtkilometer- und Außentemperaturanzeigen kann bei dieser Version der Scrambler auch noch zwei Tripmaster vorfinden, welche den Boardcomputer abrunden.D

arüber hinaus befinden sich an der Scrambler per Knopfdruck zurückstellende Blinker, die allerdings doch schon hohe Präzision erfahren müssen, um ihren Werten zu entsprechen.

Dieser Präzision wird man sich allerdings mit Liebe hinwenden, berücksichtigt man das Gesamtpaket der Ducati.

Fahrtechnisch auf hohem Niveau

Ducati Scrambler und Ducati Monster

Die CR von Ducati lässt sich dank ihren 17 Zoll großen Reifen der Marke Pirelli exzellent steuern und durch exakte Spurtreue durch die Kurven einer jeden Straße dirigieren.

So etwas wie Aufstellneigung hat die Scrambler darüber hinaus noch nie erfahren, auch bei verzögerter Schräglage lässt sich die CR nicht aus ihrem Rhythmus bringen. Sollte dir dein Führerschein hoch und heilig sein, musst du dich schon sehr an der Nase nehmen.

Der 75 PS starke Motor lässt dich schon in die eine oder andere Versuchung bringen, so manchen Geschwindigkeitsbegrenzungen getrost zu ignorieren.

Ab Umdrehungen von 2700 nimmt die Ducati rucklos Gas an, wobei die Gänge hierbei exzellent einrasten.

Die 803 Kubikmeter der Ducati erwachen aber erst wischen 4000 und 6000 Umdrehungen in der Minute zum Leben und werfen ein großes Maß an Begeisterung an den Ducati-Fahrer ab, welcher sich bei diesen Drehzahlen vom umfliegenden Wind geradezu berauscht fühlt.

Wenn du dann bei 7000 Touren und 140 km/h dahin ratterst, beginnt das große Zittern und Kribbeln auf dem angenehm gestaltenen Sitz.

Hierbei wirst du in der einen oder anderen Situation die gut ausgewählten Bremsen benötigen, die allerdings bei unsachgemäßer Benutzung doch schon ein wenig zu stark reagieren.

Ein gutes Gefühl in den Beinen solltest du bei dieser Art von Ducati allerdings ohnehin vorweisen können.

Erinnerungen an Bruno Spaggiari

Ducati Cafe Racer

Die Startnummer an der Scrambler trägt übrigens nicht ganz zufällig die Nummer 54.

Hierbei wird Bruno Spaggiari, ein Motorradrennfahrer der vor mehr als 50 Jahren mit einer 350er Scrambler und der vorher genannten Zahl an einem der legendärsten Straßenrennen aller Zeiten teilnahm: Dem Mototemporada Romagnola.

Die seinerzeit und auch noch heute bekannte „fliegende“ Maschine genießt in Insiderkreisen Kultstatus.

Damals konnte er sich allerdings den Luxus einer einstellbaren 41-Millimeter-USD-Gabel noch nicht vorstellen.

Dafür hast du und jeder andere Käufer wenig Auswahl wenn es um die Farbwahl geht: schwarze Verkleidung und Felgen in Gold. Eloxiert versteht sich.

Mehr wirst du bei der CR nicht finden. Mehr braucht es allerdings auch gar nicht sein. Schau dir auch unseren Beitrag zur BMW und Honda an.

Cafe Racer mit verbauter Batterie hinter dem Getriebe. und 3 weitere Möglichkeiten

Wohin mit der Batterie an meinem Cafe Racer?

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Batterie an deinem CafeRacer zu verstecken. Aber die Wohl Beste …

Read More →
Ein StepbyStep Guide wie man einen Benzintank vom Sprit leert.

Wie entleert man Benzin aus einem Motorrad Tank (Ohne Siphon!)

Wie bekomme ich das Benzin aus dem Tank? Schon mal davon gehört, Benzin mithilfe eines …

Read More →
Motorradfahren vs autofahren

Was ist leichter Motorrad- oder Autofahren?

Einfach Zusammengefasst, ist Motorradfahren schwieriger und Autofahren leichter zu erlernen. Beide haben unterschiedliche Schwerpunkte, Faktoren …

Read More →

Unterschied zwischen Motorrad, Moped, Roller und Mofa

Worin liegen die Unterschied? Motorrad Der Klassiker, Schnell bis Bequem Moped Schwach Motorisiert, ~50ccm Motorroller …

Read More →
Dinge die du nicht über Motorradfahren wusstest!

Dinge die du nicht über Motorradfahren wusstest!

Motorradfahren ist für die meisten nicht einfach nur, eine Möglichkeit von A nach B zu …

Read More →
BMW.CafeRacer.R100.Headline

Mein BMW Cafe Racer Umbau

Die Gummikuh wurde umgebaut! – BMW R 100 RT Ein ehemals vollverkleidetes Tourenbike aus den …

Read More →

Die Honda CB ein geeignetes Motorrad für einen Cafe Racer Umbau

Die Honda CB als Basis für einen Cafe Racer (Beste Wahl?)

Die Honda ist wohl eine der am meisten Verwendetet Basis für einen Cafe Racer umbau, bzw. generell für ein Custom Build; Scrambler, Bobber,..

Die Gründe liegen auf der Hand

  • Die Motorräder sind günstig zu bekommen
  • Es wurden viele Stück verkauft
  • Sie haben, trotz dem alters, meist eine sehr gute Substanz = Qualität
  • Die Motoren bieten einen Hammer Sound
  • Es gibt sehr, sehr viele Teile am Markt für alte Honda Maschinen

Die originale Linienführung bietet bereits so viele Möglichkeiten der Veränderung. 4 Einfache Schritte, die keinen großen Aufwand und vor allem keine vollausgestattete Werkstatt benötigen:

  • Verkleidung abbauen
  • Tiefe Lenker verbauen
  • Dreieck Frei räumen (Batterie und Luftkasten verlegen)
  • Neue Sitzbank mit Heck

Nach diesen 4 Schritten, sieht dein Bike aus wie ein Cafe Racer. Der Umfang von den notwendigen Arbeiten hängt natürlich immer vom Basiszustand aus. Kaufst du ein Frack, musst du auch viel neu machen.

Welche Probleme könnten mich bei einer schlechten Basis erwarten?

Defekter Motor, schlechter Lack, totes Fahrwerk oder verkohlte Elektronik.

Die größte Angst teilen wir alle, das Herz der Maschine ist der Motor. Ohne einem funktionierenden Motor bringt uns alles andere nichts.

Den Lack erneuern ist aufwändig und kostspielig. Ohne Professioneller Hilfe / Equipment kaum schön umsetzbar.

Ein tot gefahrenes Fahrwerk bietet kein schönes oder sicheres Fahrerlebnis.

Ohne Elektronik startet das Bike nicht, es brennt kein Licht, die Blinker gehen nicht und dein Bremslicht sieht man auch nicht.

Honda CB Ihre Geschichte und Entstehung

Seit ihrer Erfindung in England, in den 1960er Jahren, sind Cafe Racer aus der Welt der Motorräder nicht mehr wegzudenken. Also nicht umsonst ist die Honda Cb als Cafe Racer geeignet. 

Letztlich gäbe es die gesamte Gattung der modernen Naked Bikes und Supersportlicher nicht, hätten nicht seinerzeit einige kreative Schrauber ihre Triumph oder Norton zu schnellen und minimalistischen Straßensportlern umgebaut.

Aus heutiger Sicht wirken viele dieser Umbauten noch immer modern und beeindruckend, sowohl in ihrer handwerklichen Umsetzung als auch was die möglichen Fahrleistungen angeht.

Wohl auch darum sind Cafe Racer bis heute beliebt. Sowohl als werksseitige Interpretation diverser Hersteller, als auch, ganz klassisch, als individuelles Custombike.

Zu den Motorrädern, die sich ganz besonders gut für einen Umbau dieser Art eignen zählt die Honda CB in all ihren Varianten.

Beweis: Honda Cb als Cafe Racer geeignet | Bildrechte bei spesialis.aksesoris.honda.cb
Bild von Instagram: nightowl_biker

Warum eine Cafe Racer Honda CB?

Die Gründe für die Beliebtheit der CB als Cafe Racer liegen bei näherer Betrachtung auf der Hand.

Biker auf der ganzen Welt schätzen Motorräder von Honda im Allgemeinen und die CB im Besonderen für ihre hohe Zuverlässigkeit.

Es sind ja nicht nur die Erbauer von Cafe Racern, die sie gerne fahren, sondern auch Tourenfahrer, Alltagsnutzer und andere Customizer.

Nicht von Ungefähr ist die CB, in all ihren Varianten, eines der meistgebauten und –gefahrenen Motorräder der Welt.

Dazu kommt, dass der Rahmen der CB die Gene eines Cafe Racers bereits in sich trägt.

Die allgemeine Geometrie und Form des Rahmens erinnert stark an die klassischen Motorräder der sogenannten „Englischen Schule“ der 60er-Jahre.

Dazu kommt der leistungsfähige und zugleich legendär solide Motor der Japanerin. Dieser ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und zweifellos einer der besten Motorradmotoren aller Zeiten.

Das er in seiner optischen Anmutung zudem an den monumentalen, auch ästhetisch anspruchsvollen Maschinenbau des edwardianischen Zeitalters erinnert, ist dann schon fast nebensächlich.

Allerdings kommt dieser Motor in einem möglichst reduzierten Motorrad, eben in einem Cafe Racer, erst richtig zur Geltung. Der Rahmen wird hierbei zur Fassung für dieses Kronjuwel des Maschinenbaus.

Wie wird eine Cafe Racer Honda CB umgebaut?

Der Bau von Cafe Racern folgt seit der Erfindung dieser Gattung relativ klaren Regeln.

Ein von möglichst viel Ballast befreites, verkleidungsloses Motorrad mit flachem Tank und Einzelsitz, das seinen Piloten lang liegend hinter einem schmalen und flachen Lenker aufnimmt.

Geringes Gewicht und möglichst kleine Stirnfläche waren ursprünglich das Ziel dieser Maßnahmen.

Waren frühe Cafe Racer oft relativ grob zusammengebaut, so sind ihre modernen Nachfahren auch im kleinsten Detail tadellos.

Individuelle Lackierungen, meist ein- oder zweifarbig, in klassischen Farbtönen, sowie hochwertige, auch moderne, Materialien bestimmen das Bild.

Aluminium ist klassisch, Carbon modern, beides kann an einem Cafe Racer in unmittelbarer Nachbarschaft existieren und ein stimmiges Bild ergeben.

Denn die Regeln für einen solchen Umbau sind keine in Stein gemeißelten Gesetze. Eher verstehen sie sich als Leitlinien auf dem Weg zu einem wahrhaft individuellen Motorrad.

Dies ist auch der Grund, warum Puristen einem werksmäßig, als Serienprodukt herstellten Cafe Racer absprechen einer zu sein.

Denn ein wahrer Cafe Racer ist immer ein Spiegel der Wunschvorstellungen seines Erbauers und, ganz wichtig, ein Einzelstück.

Der Umbau beginnt darum meist mit der Demontage des Motorrads bis auf den nackten Rahmen.

Honda CB als Cafe Racer geeignet | Motorrad für einen Cafe Racer Umbau

Dieser wird von allen unnötigen Teilen befreit, zum Beispiel von Verkleidungshaltern.

Danach wird der, meist frisch lackierte, Rahmen mit den gewünschten Anbauteilen versehen.

Gabel, hintere Schwinge und Motor ziehen in der Regel, optisch und technisch überarbeitet, als Erstes wieder ein.

Danach kommt, als für das Design bestimmendes Element, der Tank an seinen Platz. Dies kann der Originaltank der Maschine sein oder ein vom Erbauer ausgewähltes Customteil.

Ebenso die Sitzbank, die in der Regel für den Fahrer individuell angepasst und platziert wird.

Dadurch ist eine besonders sportliche, zugleich aber auch bequeme Sitzposition sichergestellt.

Wenn die restlichen Anbauteile, wie Lenker, Fußrasten und Beleuchtung wieder angebracht sind, kann die lang ersehnte erste Probefahrt stattfinden.

In den meisten Fällen ist dies der Moment, in dem klar wird, dass es wirklich kaum eine bessere Basis für einen Cafe Racer gibt als eine Honda CB.

Die letzte Hürde vor der ersten wirklichen Ausfahrt ist dann noch die technische Abnahme der Umbauten, also die Eintragung durch eine der Prüforganisationen. Diese ist zum legalen Betrieb des Motorrades absolut unerlässlich und für viele Umbauer die größte Hürde.

Darum sollte ein geplanter Umbau grundsätzlich im Vorfeld mit dem jeweiligen Prüfer abgesprochen werden.

Wenn dann auch diese letzte Hürde genommen ist, steht dem ultimativen Fahrspaß mit der Cafe Racer Honda CB nichts mehr im Wege. Jetzt noch weitere Cafe Racer entdecken: Eignet sich eine Ducati zum Cafe Racer? Oder doch lieber eine BMW.

Mein BMW Cafe Racer Umbau

Die Gummikuh wurde umgebaut! – BMW R 100 RT

Ein ehemals vollverkleidetes Tourenbike aus den 80iger Jahren umgebaut auf einen Cafe Racer.
Für R-Serien liebhaber eine Sünde, andere lieben es. Wie so oft gibt es unterschiedliche Geschmäcker und besonders bei “Oldtimern” scheiden sich die Meinungen.

Auf der einen Seite ist Sie schon über 40 Jahre alt, war in einem relativ Originalen, guten Zustand. Doch lag das Potential in meinen Augen nicht an einem Oldtimer-Sammlerstück.

Wieso eine BMW R100

Für meinen Umbau habe ich mcih für eine BMW R100 ganz bewusst entschieden:

  • Boxer Motor – Mich hat einfach die Optik von den Boxer Motoren gefangen. Punk. Das war Grund genug mich für eine BMW R zu entscheiden.

Nachteil: deutlich höhere Preise als für vergleichbare Motorräder. z.B. Honda CB

Die R Serie unterscheidet sich insich nochmals in vielen verschiedenen Modellen. Ein weiterer markanter Punkt ist das Fahrwerk:

  • Twin-Shocks
  • Monolever

Wie sah meine BMW R 100 zu beginn aus

BMW R 100 RT

Ich ha

Worauf ich bei meinem Cafe Racer kauf geachtet hab findest du hier.

Der von einem normalen Motorrad zu einem Cafe Racer bedeutet vereinfacht gesagt:

  1. deutliche Leistungssteigerung des Motors
  2. deutliche Gewichtsreduktion
  3. weglassen von nicht zwingend benötigten Teilen

Das gesamte Thema, cafe racer umbau mit Tipps &Tricks hab ich in einem allgemeinen Beitrag zusammengefasst.